Harmonsiche Mitgliederversammlung

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Am Freitag, 21.3., fand die Mitgliederversammlung des MVO statt. Routiniert präsentierten die Vorstandsmitglieder vor ca. 50 Anwesenden aktuelles und herausforderndes aus ihren Ressorts. Begonnen wurde aber mit dem Gedenken an die Verstorbenen seit der letzten  Versammlung. Die erste Vorsitzende Susanne Schray bemerkte anschließend in ihrem Vortrag die positive Entwicklung, dass die jüngere Generation immer mehr Verantwortung übernehmen möchte und neue Impulse und Vorschläge bringt. Auf das Inselfest 2024 blickt sie weniger positiv zurück. Trotz gutem Programm und wieder hervorragender Vorbereitung haben weniger Umsätze u.a. aufgrund Regen am Freitag und Brückensperrung sowie Kostensteigerungen den Erlös stark geschmälert. Der Ausblick auf 2025 ist aber positiv: Die Brücke ist offen und am Freitag wird mit einer „Zeltparty mit DJ Marci“ ein neues Konzept gewagt. Allgemein war Frau Schray wichtig, dass kein Stillstand herrscht, sondern mittels Veränderungen der Verein immer wieder aktuell bleibt. Neben den Initiativen der Nachwuchs-Generation kommen Impulse auch von langjährigen Mitgliedern, wie z.B. dem Fotonachmittag, organisiert von Werner Weis. 

Wilfried Wessel gab einen Überblick über die Aufgaben und Tätigkeiten aus dem Bereich Kommunikation. In einer beeindruckenden Bilderschau und Auflistung zeigte er die Vielfalt der Termine und Aktivitäten im Vereinsjahr, die u.a. mit Schriftverkehr, Werbung und Berichten begleitet werden. Aber er hat ein starkes Team im Hintergrund, so dass die Last auf viele Schultern verteilt werden kann. Leider stellte sich Herr Wessel aufgrund seiner beruflichen Situation nicht erneut zur Wiederwahl. Er wies aber darauf hin, dass ein*e Nachfolger*in viel Freiraum in der Ausgestaltung der Arbeit im Bereich besitzt und keine große technische Kompetenz von Nöten sei. Er dankte am Ende seinem 8-köpfigen Team für die tolle Zusammenarbeit in den letzten Jahren und versprach ein Abschiedsessen.

Stefan Kriso, Bereichsleiter Finanzen und Mitglieder, begann seinen Vortrag mit einem „Super-GAU“. Das Notebook der Geschäftsstelle stellte zur Unzeit zum am Jahreswechsel den Betrieb ein. Zum Glück sind die Vereinsdaten schon länger in der Cloud und in regelmäßigen Backups gesichert. Dennoch warf dies den Jahresabschluss und den Regelbetrieb des Bereichs zeitlich deutlich zurück. Insbesondere konnte zur Mitgliederversammlung noch kein abschließender Buchungsabschluss 2024 und damit keine Kassenprüfung vorgenommen werden. Dies wird nun schnellstmöglich nachgeholt. Die Mitgliederzahlen hingegen sind konstant. Das finanzielle Gesamtergebnis 2024 zeigte in der Summe eine schwarze Null. In eindrucksvollen Diagrammen zeigte Herr Kriso die Umsatz- und Ergebnis-Verläufe des Inselfests über die letzten 10 Jahre. Daran erkannt man, dass 2024 der Umsatz immerhin auf Vor-Corona-Niveau lag. Die guten Jahre 2022 und 2023 konnten aber wie oben erwähnt nicht erreicht werden. Doch insbesondere aufgrund gestiegener Kosten blieb am Ende nicht viel übrig. Im Ausblick wies Stefan Kriso folgerichtig darauf hin, dass das Inselfest 2025 unter entsprechend hoher finanzieller Aufmerksamkeit steht. Im Weiteren betonte er, dass die Digitalisierung inzwischen unabdingbar ist, sei es bzgl. Rechnungen oder Meldungen an Behörden. 

Gewohnt beschwingt präsentierte Jugendleiterin Antonia Wessel ihr Resort. Aktuell sind 55 Jugendliche in musikalischer Ausbildung, davon sind 15 in den Wilden Noten und 19 in der Jugendkapelle. Auch hier bringt sich der Nachwuchs aktiv ein, so z.B. mit einer Kreativgruppe im Vorfelde des letzten Jahreskonzerts. Der seit Juli 2024 neue Dirigent der Jugendkapelle Stefan Burkhart hatte einen tollen Start und bringt viel positive Stimmung ins Orchester. Frau Wessel dankte zudem Margit Slunsky für ihre Geduld und ihr stetiges Wirken in den oft wuseligen Proben der Wilden Noten. Ausgewählte Highlights in der Jugend waren zwei Altpapiersammlungen, die nicht nur finanziell signifikant zur Jugendarbeit beitragen, sondern insbesondere ein starkes Gemeinschaftsgefühl von Jung bis „Alt“ erzeugen. Der Elan zeigt sich auch in Teilnahmen an D1 und D2-Lehrgängen, bei denen alle Oberriexinger bestanden haben! Auch die vollbesetzte Aula beim Vorspielnachmittag zeugt von einer erfolgreichen Jugendarbeit. Frau Wessel beendete den Vortrag mit einem Ausblick aufs Jahr 2025 (siehe auch www.mv-oberriexingen.de/aktuelles/termine) und dankte ihrer Stellvertreterin Monja Essich sowie der gesamten Vorstandschaft für das harmonische Zusammenspiel.

Dem schloss sich auch die Leiterin des Bereichs Musik, Carmen Stecher, an. Auch sie präsentierte das vergangene Vereinsjahr, gewürzt mit der ein oder anderen Anekdote. Von Konzerten und Auftritten über Geburtstagsständchen bis hin zu Beerdigungen ist der Verein ein wichtiger Bestandteil des Oberriexinger Lebens und der Kultur. Inzwischen zählt das Große Orchester 55 Aktive. Das Jahreskonzert hat gezeigt, dass langsam die Bühne in der Festhalle zu knapp wird. Auch Frau Stecher pries die vielfältigen Ideen und Initiativen aus dem Kreis der Musiker*innen. Aktuell liegt der Fokus der Probenarbeit auf den Stücken fürs Inselfest sowie der Modernisierung des Repertoires für Unterhaltungsmusik. Am Ende dankte Frau Stecher ganz besonders Volker Deuschel, den Notenwarten Tine Schmid und Hansmartin Essich, Dirigent Marco König, allen Musikern und der Vorstandschaft. 

Bürgermeister Ron Keller dankte dem Verein für die vielfältige Gestaltung des Oberriexinger Kulturlebens und führte die Entlastung des Vorstands durch – mit Ausnahme des Bereichs Finanzen aus oben genannten Gründen. Die Entlastung wurde von den Anwesenden Mitgliedern einstimmig angenommen.

Anschließend waren fünf Vorstandsämter und ein Kassenprüfer neu zu wählen. Holger Veit führte als Wahlleiter durch den Prozess. Es ist ein großes Glück für den Verein, dass in fast allen Bereichen Kontinuität gewahrt werden konnte. So stellten sich Susanne Schray (1. Vorsitzende), Uwe Zimmermann (2. Vorsitzender), Stefan und Simone Kriso (Bereich Finanzen und Mitglieder), Thomas Wandel (2. Beisitzer) und Joachim Stecher (Kassenprüfer) erneut zur Wahl und wurden jeweils einstimmig wiedergewählt. Nur für den Bereich Kommunikation fand sich kein Nachfolger für Wilfried Wessel. Dieser sagte jedoch zu, dass er kommissarisch insbesondere zentral wichtige Aufgaben weiter übernehmen werde (z.B. zum Inselfest), bis ein Nachfolger gefunden wird. Außerdem besteht das Kommunikationsteam weiter fort. 

Der neue Vorstand und die Kassenprüfer (auf dem Bild fehlen Jugendleiterin Antonia Wessel, Bereichsleiter Philipp Frauendorf und die 3. Beisitzerin Johanna Gittler)

Nach einer kleinen Pause kam en ganz besonders wichtiger Programmpunkt: Ehrungen. Eine eindrucksvoll große Zahl an Mitgliedern durfte diese entgegennehmen. Susanne Schray und Uwe Zimmermann ehrten nicht nur im Namen des Vereins, sondern auch stellvertretend für Herrn Klein, dem 1. Vorsitzenden des Kreisverbands Ludwigsburg bzw. für den Blasmusikverband Baden-Württemberg. Es gab Ehrungen für 10, 20, 30, 40, 50, 70 und sogar 75-jährige aktive und/oder fördernde Mitgliedschaft in Verein oder Verband. Die Geehrten werden wir noch gesondert aufführen. Eine ganz besondere Ehre wurde drei Mitgliedern zuteil: Die Ehrenmedaille des Vereins für besonders herausragende Verdienste. Bisher gab es nur drei Träger der Medaille. Zu diesem erlauchten Kreis gehören nun auch:

  • Hansmartin Essich, der viele Positionen und Ämter im Verein hatte. Musiker, Jugendleiter, Notenwart, … kaum ein Amt, das er nicht innehatte. Er prägte den Verein nachhaltig.
  • Heinz Veit, Musiker, Instrumentenwart, … – ein Mann, mit scharfem Blick, der zur Stelle ist, wenn es etwas zu tun gibt und nie viel Aufhebens darum macht.
  • Ludwig Knabel, ein Mann, der überall anpackt. Im Wirtschaftsteam, in der Fahnenabteilung, bei Veranstaltungen, … Er wirbelt immer und überall.

Es gab und gibt auch immer wieder Nicht-Mitglieder, die sich dennoch stark zum Wohle des Vereins engagieren. Um auch diese in Zukunft ehren zu können, wurde mit Zustimmung der Teilnehmer eine Satzungsänderung beschlossen. Auch diese Menschen können in Zukunft die Ehrenmedaille verliehen bekommen.

Zum Schluss verabschiedete Frau Schray die Versammlung nach 3 h in den Abend. Es war eine erfolgreiche Veranstaltung.

Wilfried Wessel
Bereich Kommunikation

Einige der Geehrten, soweit sie anwesend waren. Ehrenmedaillen-Empfänger Heinz Veit ganz rechts, Ludwig Knabel dritter von rechts.

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